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Alleine - Der sichere Weg in den Himmel

Autor: Joseph Alleine
ISBN: 9783941988750
Hardcover, 192 S., 3L Verlag 10/2013

Verlagstext:

Mehr als ein großer Evangelist wurde durch dieses Buch geprägt. George Whitefield erzählt uns in seinen Berichten, wie sehr ihm Alleines "Der sichere Weg in den Himmel" zugutekam, während er noch Student in Oxford war. Charles Haddon Spurgeon zeichnet auf, wie oft seine Mutter während seiner Kindheit sonntagnachmittags einen Teil aus Alleines Buch vorlas als sie um den Kamin saßen.

Als Spurgeon von seiner Sünde überführt wurde, war es dieses alte Buch, dem er sich zuwandte. „Ich erinnere mich", schreibt er, „wenn ich morgens aufwachte, nahm ich zuallererst Alleines "Der sichere Weg in den Himmel" oder Baxters "Call to the Unconverted" zur Hand. Oh, diese Bücher, diese Bücher! Ich las und verschlang sie ...".


GA: Ein hervorragendes Buch über das Wesen echter Bekehrung und Hingabe an Christus. Liebevoll, ermahnend und warnend zugleich schreibt Alleine in noch jugem Alter (1634 - 1668, er starb bereits mit 34 Jahren!) über die wichtigste und folgenreichste Entscheidung unserers Lebens. Glaubst du dem Wort Gottes oder hörst du statt dessen auf die Stimme der Schlange?

Nicht nur für Suchende oder Schwankende, sondern auch für "feststehende" Christen eine Ermutigung und Hilfe. Alleines Hingabe an Christus und seine eindringlichen und ehrlichen Worte treffen Herz und Gewissen gleichermaßen. Wer dennoch nicht hören will, tut es zu seinem eigenen Verderben.

Dieses Buch ist für jeden Menschen sehr zu empfehlen. In besonderem Maße aber für junge Leute, die scheinbar glauben und auf einem guten Weg zu sein scheinen, aber in ihrem Entschluss noch zweifeln oder "auf beiden Seiten hinken" und Christus in ihrem Leben noch nicht wirklich entschlossen nachfolgen.  RM


Leseprobe:

Einleitung

Eine ernsthafte Einladung an Sünder, sich Gott zuzuwenden

Geliebte, ich erkenne mich selbst gerne als euer Schuldner an, und ich bin darum besorgt, weil ich als guter Verwalter im Haushalt Gottes erfunden werden will, jedem seinen Anteil zu geben. Der Arzt aber ist am meisten über solche Patienten betroffen, deren Fall am fraglichsten und gefährlichsten ist; und das Mitleid des Vaters gilt besonders seinem sterbenden Kind.

So rufen nicht bekehrte Seelen nach ernsthaftem Mitgefühl und umgehender Sorgsamkeit, um sie wie Brennende aus dem Feuer zu reißen (s. Jud 1,23). Deshalb wende ich mich auf diesen Seiten in erster Linie an jene. Woher aber soll ich meine Argumente holen? Womit soll ich Sie gewinnen? Oh, könnte ich es nur sagen!

Ich würde Ihnen unter Tränen schreiben, jeden Beweispunkt würde ich herausweinen, meine Venen würde ich für Tinte entleeren, auf meinen Knien würde ich Sie bitten. Oh, wie dankbar werde ich sein, wenn Sie völlig überzeugt sein werden, dass Sie Buße tun und umkehren. Wie lange mühte ich mich für Sie ab! Wie oft wollte ich Sie gewinnen! Dafür betete und studierte ich während dieser vielen Jahre: Dass ich Sie zu Gott bringen möge.

Oh, könnte ich es jetzt tun! Wollen Sie sich nicht endlich erbitten lassen? Doch, o Herr, wie unzulänglich bin ich für diese Arbeit. Ach, womit soll ich die Haut des Leviathan durchstechen, oder jenes Herz zum Fühlen bringen, das so hart wie der untere Mühlstein ist? Soll ich zum Grab gehen, zu diesem sprechen und erwarten, dass die Toten mir gehorchen und herauskommen?

Soll ich den Steinen eine Rede oder den Bergen einen Vortrag halten und denken, dass sie sich durch meine Argumente bewegen lassen? Soll ich den Blinden sehend machen? ‚Von Ewigkeit her hat man nicht gehört, dass jemand einem Blindgeborenen die Augen geöffnet hat‘ (Joh 9,32).

Du aber, o Herr, kannst das Herz eines Sünders durchbohren. Ich kann nur auf gut Glück einen Bogen spannen, aber richte du den Pfeil so aus, dass er sein Ziel nicht verfehlt. Töte die Sünde und errette die Seele jenes Sünders, der seine Augen auf diese Seiten richtet. In den Himmel gibt es keinen Eintritt außer über den schmalen Weg der zweiten Geburt. Ohne Heiligkeit werden Sie nie den Herrn sehen (s. Hebr 12,14).

Deshalb übergeben Sie sich jetzt dem Herrn. Setzen Sie den Herrn Jesus jetzt auf den Thron, in Ihrem Herzen und in Ihrem Haus! Küssen Sie den Sohn (s. Ps 2,12) und umarmen Sie das Angebot der Gnade; berühren Sie sein Zepter und leben Sie; warum wollen Sie sterben? Nicht für mich selbst bitte ich, doch ich möchte Sie glücklich sehen: Dies ist der Preis, für den ich laufe. Der Wunsch meines Herzens und mein Flehen ist es, dass Sie gerettet werden (s. Röm 10,1).

Erlauben Sie mir, ich bitte Sie, in Ihren wichtigsten Angelegenheiten offen und freimütig Ihnen gegenüber zu sein. Ich spiele nicht den Redner, um einen gelehrten Vortrag zu halten, noch schmücke ich das Thema mit Sprachgewandtheit aus, um Sie zu beeindrucken. Diese Zeilen beruhen auf einer wahrhaft gewichtigen Aufgabe: Sie zu überzeugen, Sie zu Ihrer Bekehrung zu führen und zu erretten.

Meinen Haken ködere ich nicht mit Redekunst, auch fische ich nicht nach Ihrem Applaus, sondern nach Ihrer Seele. Meine Arbeit besteht nicht darin, Sie zu erfreuen, jedoch Sie zu erretten. Auch liegt nicht Ihre Fantasie in meinem Aufgabenbereich, sondern Ihr Herz. Wenn ich Ihr Herz nicht habe, habe ich nichts! Wollte ich Ihr Ohr erfreuen, sänge ich ein anderes Lied.

Predigte ich zu mir selbst, würde ich eine andere Richtung einschlagen. Dann könnte ich Ihnen eine sanftere Geschichte erzählen; ich würde Ihnen Kopfkissen anfertigen und über Frieden sprechen; denn wie kann Ahab diesen Micha lieben, der immer nur Böses über ihn prophezeit (s. 1.Kön 22,8)? Wie viel besser aber sind die Verwundungen eines Freundes als die glatten Worte der Hure, die mit ihrer Zunge schmeichelt, bis der Pfeil die Leber spaltet (s. Spr 7,21-23.26).

Müsste ich ein weinendes Kind beruhigen, würde ich es in eine bessere Stimmung singen oder es in den Schlaf wiegen. Ist das Kind aber ins Feuer gefallen, unternimmt der Elternteil etwas anderes. Er wird nicht versuchen, es mit einem Lied oder einer Bagatelle zu beruhigen. Ich weiß, wenn wir bei Ihnen keinen Erfolg haben, sind Sie verloren. Können wir Sie nicht überreden, sich aufzumachen und dem zukünftigen Zorn zu entfliehen, so sind Sie auf immer verloren.

Keine Bekehrung – keine Erlösung! Ich muss Ihr Einverständnis bekommen oder Sie für immer im Elend zurücklassen. Hier stoße ich jedoch wieder auf die Schwierigkeiten meiner Arbeit. „O Herr, wähle du mir die Steine aus dem Bach. Ich komme im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Heere Israels (s. 1.Sam 17,40.45).

Ich komme daher, wie das Bürschchen David, um gegen Goliath zu kämpfen, ‚nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis dieser Weltzeit‘ (Eph 6,12). Lasse an diesem Tag den Herrn die Philister schlagen, beraube den starken Mann seiner Waffen und gib mir die Gefangenen aus seiner Hand.

Herr, wähle du meine Wörter, wähle die Waffen für mich; und wenn ich meine Hand in die Tasche tue, einen Stein herausnehme und schleudere, so führe du ihn ans Ziel und lass ihn hineinfahren, nicht an der Stirn, sondern in das Herz des nicht bekehrten Sünders; wirf diesen auf die Erde wie Saulus von Tarsus“ (s. Apg 9,4).

Einige von Ihnen wissen nicht, was ich mit Bekehrung meine und ich werde vergeblich versuchen, Sie von dem zu überzeugen, was Sie nicht verstehen. Deshalb werde ich um Ihretwillen aufzeigen, was Bekehrung bedeutet. Andere schmeicheln sich mit heimlichen Hoffnungen auf Gnade, obwohl sie wie bisher weitermachen. Für sie muss ich die Notwendigkeit der Bekehrung erklären.

Wiederum andere verhärten sich wahrscheinlich mit der nutzlosen Einbildung, bereits bekehrt zu sein. Ihnen muss ich die Kennzeichen derer, die nicht bekehrt sind, darstellen. Andere, weil sie kein Unglück erleiden und nichts fürchten, schlafen deshalb „wie einer, der oben im Mastkorb liegt“ (Spr 23,34). Ihnen muss ich das Elend derer, die nicht bekehrt sind, bewusst machen.

Andere reagieren nicht, weil sie keinen Ausweg sehen. Diesen werde ich die Mittel der Bekehrung zeigen. Schließlich werde ich zur Ermunterung von allen mit den Beweggründen für die Bekehrung schließen.

(Quelle: http://www.3lverlag.de)


Darum, wie der Heilige Geist spricht: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung, am Tag der Versuchung in der Wüste, wo mich eure Väter versuchten; sie prüften mich und sahen meine Werke 40 Jahre lang.

Darum wurde ich zornig über jenes Geschlecht und sprach: Immer gehen sie in ihrem Herzen in die Irre, und sie haben meine Wege nicht erkannt, so dass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen!«

Habt Acht, ihr Brüder, dass nicht in einem von euch ein böses, ungläubiges Herz sei, das im Begriff ist, von dem lebendigen Gott abzufallen! Ermahnt einander vielmehr jeden Tag, solange es »Heute« heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde!

Denn wir haben Anteil an Christus bekommen, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis ans Ende standhaft festhalten, solange gesagt wird: »Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht, wie in der Auflehnung«.

Denn einige lehnten sich auf, als sie es hörten, aber nicht alle, die durch Mose aus Ägypten ausgezogen waren. Über wen war er aber 40 Jahre lang zornig? Waren es nicht die, welche gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen? Welchen schwor er aber, dass sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, wenn nicht denen, die sich weigerten zu glauben?

Und wir sehen, dass sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens." (Heb. 3,7-19)