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"Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm."   (Johannes 3, 35-36)

Manchen scheint es hart, dass ihnen das Verderben angekündigt wird, wenn sie nicht an Jesus Christus glauben wollen; aber wenn sie eine Minute darüber nachdenken wollten, würden sie sehen, dass es gerecht und vernünftig ist. Ich nehme an, es gibt kein anderes Mittel für einen Menschen, seine Kraft zu erhalten, als das Essen. Wenn du sagtest: »Ich will nicht wieder essen, ich verachte solchen Materialismus«, so könntest du nach Madeira gehen oder in alle Länder reisen (vorausgesetzt, dass du lange genug lebtest), aber du würdest ganz sicher feststellen, dass kein Klima und keine Bewegung im Freien ausreichen würden, dich am Leben zu erhalten, wenn du dich weigertest, Nahrung zu dir zu nehmen. Würdest du dann klagen: »Es ist hart, dass ich sterben muss, weil ich nicht ans Essen glaube«? Es ist nicht ungerecht, dass du sterben musst, wenn du so töricht bist, nicht zu essen. Genauso verhält es sich mit dem Glauben. »Glaube, so wirst du errettet!« Wenn du nicht glauben willst, ist es nicht hart, dass du verloren gehst.

Da steht ein durstiger Mann vor einer Quelle. »Nein«, sagt er, »ich will keinen Tropfen Flüssigkeit anrühren, solange ich lebe. Kann ich nicht meinen Durst auf eine andere Weise löschen?« Wir sagen ihm: »Nein; du musst trinken oder sterben.« Er antwortet: »Ich will niemals trinken; aber es ist hart, dass ich sterben muss. Es ist grausam, mir das so offen zu sagen.« Er hat unrecht. Sein Durst ist die unvermeidliche Folge davon, dass er ein Naturgesetz verachtet. Aber du musst glauben oder sterben; warum weigerst du dich, dem Gebot zu gehorchen? Trink, Mann, trink! Nimm Jesus an, und lebe!

Da ist der Weg des Heils; um ihn zu betreten, musst du dich Jesus anvertrauen; aber es ist nichts Hartes an der Tatsache, dass du umkommen musst, wenn du dem Retter nicht vertrauen willst. Da befindet sich ein Mann mit seinem Schiff auf dem Meer. Er hat eine Seekarte, und die Seekarte wird ihn, zusammen mit einem Kompass zum Ziel seiner Reise führen. Der Polarstern strahlt durch die Wolkenrisse, und auch der wird ihm helfen. »Nein«, sagt er, »ich will nichts mit den Sternen zu tun haben; ich glaube nicht an den Nordpol. Ich werde nicht auf das kleine Ding da in dem Kasten achten; die eine Nadel ist so gut wie die andere. Ich glaube nicht an eure Seekarte und will nichts damit zu tun haben. Die Navigationskunst ist lauter Unsinn, den sich die Leute erdacht haben, um Geld zu machen; ich will nicht dadurch geprellt werden.« Als der Mann den Hafen nicht erreicht, da sagt er: »Es ist hart, sehr hart.« Ich bin da anderer Ansicht.

Einige von euch sagen: »Ich will nicht die Schrift lesen, ich will nicht auf eure Reden von Jesus Christus hören; ich glaube nicht an solche Dinge.« Dann sagt Jesus: »Wer nicht glaubt, der wird verdammt werden.« – »Das ist sehr hart«, sagst du. Aber es ist nicht so. Es ist nicht härter als die Tatsache, dass du den Hafen nicht erreichen wirst, wenn du Kompass und Polarstern verwirfst. Da gibt es keine Hilfe; es muss sein.

Du wohnst vielleicht am jenseitigen Ufer eines Flusses und musst über eine Brücke gehen, um nach Hause zu kommen. Doch du bist so albern, weder an die Notwendigkeit der Boote noch an das Vorhandensein des Wassers zu glauben.
Du sagst: »Ich will nicht über eine von euren Brücken gehen, und ich will nicht in eins von euren Booten steigen. Ich glaube nicht, dass ein Fluss da ist.« Du machst dich auf den Heimweg und kommst bald an die Brücke; aber du willst nicht hinübergehen. Dort ist ein Boot, aber du bist entschlossen, nicht einzusteigen. Da ist der Fluss, und du nimmst dir vor, dass du auf keine der angebotenen Arten hinübergehen willst, und doch meinst du, es sei sehr hart, dass du nicht nach Hause kommen kannst. Irgendetwas muss deine Verstandeskräfte zerrüttet haben, denn du würdest es nicht für ungerecht halten, wenn du bei Sinnen wärst. Wenn ein Mensch sich weigert, das zu tun, was zur Erreichung eines Zieles notwendig ist, wie kann er dann erwarten, dieses Ziel zu erreichen?

Du hast Gift genommen, und der Arzt bringt dir ein Gegengift und sagt: »Nimm es geschwind, sonst wirst du sterben; wenn du es sofort einnimmst, so garantiere ich dafür, dass das Gift unschädlich gemacht wird.« Aber du sagst: »Nein, Herr Doktor, ich glaube nicht an Gegengifte. Es muss alles seinen Lauf nehmen; ich will nichts mit den Heilmitteln zu tun haben. Außerdem glaube ich nicht, dass es irgendein Heilmittel gibt gegen das Gift, das ich eingenommen habe; ja, im Grunde ist es mir einerlei, ob es eins gibt oder nicht.« Nun, Mann, du wirst sterben; und wenn die Leichenschau vorgenommen wird, so wird man sagen: »Es geschah ihm Recht.«

Genauso ist es, wenn du, nachdem du das Evangelium von Jesus Christus gehört hast, sagst: »Ich bin ein zu gebildeter Mensch, um mich mit dieser altmodischen Idee von Stellvertretung zu befassen. Ich werde nicht auf das Reden des Predigers von Opfer und Blutvergießen achten.« Wenn du nun umkommst, wird dein eigenes Gewissen bei der letzten Untersuchung urteilen: »Selbstmord, er brachte seine eigene Seele ins Verderben.« So sagt auch die Bibel: »Oh Israel, du bringst dich ins Unglück.«

(Aus "Die Tür ist offen" von Charles Haddon Spurgeon)