"... ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen."

"... bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe des Christus; damit wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch das betrügerische Spiel der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen, sondern, wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen Stücken zu ihm hin, der das Haupt ist,der Christus."   (Epheser 4, 6 und 13-15)


Von der Einheit des Glaubens ist hier die Rede, und wir müssen diese Formulierung gut beachten. Hier geht es nämlich nicht um Einheit schlechthin, denn es gibt auch eine Einheit zum Bösen. Auch geht es hier nicht um die Einheit der Religionen oder christlichen Kirchen und Gemeinden, sondern um die Einheit des Glaubens! Mit anderen Worten: Im Glauben soll Einheit oder Einigkeit bestehen. Wer kann uns dahin führen? Nur Gott selbst durch Seinen Heiligen Geist, und zwar auf der Basis Seines Wortes. Alles andere bewirkt keine Einheit des Glaubens! Heute wird zwar viel von Einheit und Ökumene geredet und auch sehr viele Aktivitäten in dieser Richtung entfaltet. Doch zur Einheit des Glaubens hat das nicht geführt, vielmehr bleibt der biblische Glaube bei diesen Bemühungen mehr und mehr auf der Strecke. Aus unserem Textwort sehen wir aber nicht nur, dass wir in die Einheit des Glaubens gelangen sollen, sondern wir sehen auch eine der Ursachen für unterschiedliche Lehrmeinungen. Da ist vom Wind der Lehre zu lesen, die durch die Betrügerei der Menschen kommt, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum. Die Bibel nennt also das Kind beim Namen. Zwar ist es möglich, dass eine verkehrte Lehrmeinung auf Unwissenheit beruht. Oft ist es aber so, dass sich die Menschen einen eigenen Weg an der Wahrheit vorbei suchen und dann noch andere durch ihre unschriftgemäßen Lehren infizieren. Auf der anderen Seite zeigt uns das Textwort aber auch, wie wir zur Einheit des Glaubens gelangen können. Nämlich, indem wir die Wahrheit festhalten in Liebe! Wenn wir also zur Einheit des Glaubens kommen wollen, muss es uns ausschließlich um die Wahrheit gehen und nicht um die Durchsetzung unserer persönlichen Meinung. Ist unsere Meinung aber mit der Schrift identisch, dann sollen wir sie in Liebe den Glaubensgeschwistern nahe bringen, die noch eine andere Erkenntnis haben. Besitzen sie die gleiche Einstellung zur Wahrheit, dann wird es zur Einheit des Glaubens kommen. Außerdem müssen die Grundtatsachen des Glaubens klar sein: Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater! Wo man sich schon über diese Grundpfeiler neutestamentlichen Glaubens streitet, wird es keine Einheit des Glaubens geben, auch wenn man zu einer organisatorischen Einheit gelangen sollte. Einheit auf Kosten der Wahrheit ist keine Einheit des Glaubens! Was Gott will und wir wünschen, ist Einheit aufgrund der Wahrheit, wo man sich mit denen, die wiedergeboren sind, eins ist im Glauben!


Zum Thema "Ökumene" möchten wir dir folgende Bücher empfehlen:

"Projekt Einheit" - Rom, Ökumene und die Evangelikalen (Erich Brüning, Hans Werner Deppe und Lothar Gassman) / Betanien Verlag

"Alle in einem Boot" - Ökumene und der Preis der Einheit (Rainer Wagner) / CLV Verlag