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Glaube das Richtige  -  von der richtigen Person

"Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seiet in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!"  (Römer 15,13).

Unter vielen Zeitgenossen herrscht die nebulöse Vorstellung, der Glaube sei eine allmächtige Kraft, die das All durchflutet, und jeder könne sich durch Willensentscheidung daran ankoppeln! Der Glaube wird sehr vage als irrationaler, pulsierender Strom verstanden, der von irgendwo »da oben« herkommt und der allzeit bereitsteht, in unsere Herzen zu kommen, um unser ganzes gefühlsmäßiges und moralisches Sein zu verändern, und ebenso unsere gesamten Anschauungen über den Menschen, über Gott und die Welt.

Wenn er kommt, meint man, verschwänden Pessimismus, Angst, Versagen und Fehlerhaftigkeit; dafür kämen Optimismus, Vertrauen, Selbstbeherrschung und unfehlbarer Erfolg, wo wir in Schwierigkeiten sind; aber auch in der Liebe, in Sport, Geschäft und Politik würden wir dadurch zu Siegern! All das ist natürlich nur ein brüchiges Gespinst aus Selbstbetrug, gewoben aus den gegenstandslosen Fäden der Phantasie, die in der Vorstellung schwächlicher Seelen entstanden sind, die gern daran glauben! Was bei all dem übersehen wird, ist dies: Der Glaube ist nur gut, wenn er auf Wahrheit beruht. Wenn man statt dessen Irrtümern aufsitzt, kann das zur ewig dauernden Tragödie werden, und oft tut es das auch.

Es genügt einfach nicht, irgendetwas zu glauben; wir müssen an das Richtige, an den Richtigen glauben! An Gott zu glauben bedeutet mehr, als an seine Existenz zu glauben. Zu einem richtigen Glauben ist Erkenntnis nötig. Wir müssen mindestens etwas davon wissen, wie Gott ist und was Er von Seinen Menschen verlangt.

Weniger als das zu wissen heißt: Man ist auf die Notwendigkeit angewiesen, auf das zurückzugreifen, was unsere Seele für richtig hält. Man ersetzt dann das biblische »So spricht der Herr!« durch das »So spricht meine Seele!« Aber niemand hat das Recht, sich aus den geoffenbarten Wahrheiten dies oder jenes herauszupicken oder auszuwählen.

Unser Herr ist der Gegenstand des rettenden Glaubens!

… indem er Frieden verkündigte durch Jesus Christus – dieser ist aller Herr  (Apostelgeschichte 10,36).

Es ist überaus zweifelhaft, ob irgendein Mensch, der Christus um Hilfe bittet, errettet werden kann, wenn er nicht die Absicht hat, Ihm zu gehorchen; denn Christi Rettersein ist unauflöslich mit seiner Herrschaft verbunden. Beachte dazu die Belehrung und die Ermahnung des Apostels: »… wenn du mit deinem Munde Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet wirst … denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen; denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden« (Römer 10,9-13).

Der Herr ist der Gegenstand des rettenden Glaubens! Und als der Kerkermeister in Philippi fragte, wie er errettet werden könnte, antwortete Paulus: »Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden« (Apg. 16,31). Paulus sagte ihm nicht, er solle an den Heiland glauben in der Meinung, er könne später bei Bedarf die Sache mit dem Herrsein Christi regeln. Für Paulus bestand die Trennung dieser beiden Ämter nicht. Christus muss Herr sein, sonst ist Er auch nicht der Retter!

Hierbei habe ich nicht die Absicht zu lehren, der erste rettende Kontakt mit Christus bringe uns die vollkommene Erkenntnis all dessen, was Er für uns ist. Das Gegenteil ist wahr. Alle Ewigkeiten werden kaum ausreichen, all die Reichtümer Seiner Gnaden erfahren zu können.

Wenn wir in all dem, was Er ist, neue Entdeckungen machen und sie uns zu Herzen nehmen, werden wir wachsen in der Erkenntnis unseres Herrn und die vielen Ausprägungen Seiner Liebe begreifen, die Ihn jetzt auf dem Thron schmücken!

(Auszug aus dem Buch "Verändert in Sein Bild - Tägliche Andachten" von A.W. Tozer)

"Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wieder geboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit.

Dann werdet ihr jubeln, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens (der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird) Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt; an ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht, und über ihn werdet ihr jubeln mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen!"  (1. Petrus 1,3-9)