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Der moderne Mensch ist selbst der Träumer

"Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages; wir gehören nicht der Nacht und nicht der Finsternis. Also lasst uns nun … wachen und nüchtern sein" (1. Thessalonicher 5,5.6).

Wir als gläubige Christen haben nicht nötig, in die Defensive zu gehen; denn der moderne Weltmensch ist der Träumer, nicht der an Christus Gläubige!

Der Sünder kann niemals ganz er selbst sein. Sein Leben lang muss er schauspielern. Er muss tun, als werde er niemals sterben, und doch weiß er sehr gut, dass es so kommt. Er muss tun, als habe er niemals gesündigt, obwohl er in seinem Innersten weiß, dass er es wohl getan hat. Er muss tun, als kümmere er sich weder um Gott, noch um das Gericht, noch um das zukünftige Leben, und doch ist sein Herz über seine prekäre Situation tief beunruhigt.

Er muss eine Fassade der Unbekümmertheit aufrecht erhalten, während er vor den Tatsachen erschrickt und unter den Schlägen des Gewissens zusammenzuckt. Seitdem er erwachsen ist, muss er Tricks anwenden, sich verstecken und etwas verheimlichen. Wenn er nicht mehr ein und aus weiß, verliert er entweder seinen Verstand, oder er begeht Selbstmord.

Wenn Realismus die Wahrnehmung der Dinge ist, wie sie wirklich sind, dann ist der Christ von allen Menschen der realistischste. Er befasst sich von allen intelligenten Denkern am meisten mit der Realität. Er führt die Dinge auf ihre tatsächlichen Ursachen zurück und verbannt aus seinem Hirn alles, was sein Denken korrumpieren könnte. Er will die ganze Wahrheit über Gott, Sünde, Leben, Tod, moralische Verantwortung und die zukünftige Welt wissen.

Er will das Schlimmste über sich selbst erfahren, damit er etwas dagegen tun kann.

Er stellt sich der unleugbaren Tatsache, gesündigt zu haben. Er nimmt die Kürze des Lebens zur Kenntnis, ebenso wie die Gewissheit des Todes. All dies versucht er nicht abzuschütteln oder nach seinem eigenen Geschmack zu verändern. Fakten sind für ihn Fakten, denen er sich stellt. Der Gläubige ist ein Realist – seine Erwartungen haben Hand und Fuß, und sein Glaube ist wohlbegründet!

(aus "Verändert in sein Bild" von A.W.Tozer)


"Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft; denn es steht geschrieben: »Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen«. Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht? Denn weil die Welt durch [ihre] Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben." (1. Korinther 1,18-21)

"Uns aber hat es Gott geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. Denn wer von den Menschen kennt die [Gedanken] des Menschen, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die [Gedanken] Gottes, als nur der Geist Gottes.

Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, so dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären.

Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss. Der geistliche [Mensch] dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt; denn »wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass er ihn belehre?« Wir aber haben den Sinn des Christus." (1. Korinther 2,10-15)