default_mobilelogo
"Denn es ist ja ein und derselbe Gott, der die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt." (Römer 3,30)

Es scheint mir klar genug, daß, wenn Cornelius, statt ein frommer Mann zu sein, von Gott aus der größten Lasterhaftigkeit heraus berufen worden wäre, genau in derselben Weise gereinigt worden wäre. Wenn das nicht, so wäre Petrus unbillig gewesen, indem er als vorbildliches Beispiel anführte, was eine greifbare Ausnahme von der Regel war; aber er spricht von dem Hauptmann und seiner Familie als Proben von dem, was Gott für die Gläubigen aus den Heiden tat, so daß er durchaus keine Ausnahme an ihnen sah; er sah in der Tat nichts, als daß sie Gläubige waren und durch den Glauben im Herzen gereinigt.

Die Sache ist, daß das Werkzeug, wodurch Herzen wahrhaft gereinigt werden, der Glaube ist, welcher aus dem Hören des Evangeliums kommt, und dies ist alles; und so sage ich euch über diesen Punkt, selbst zu euch, die den Herrn noch nicht kennen, sucht nicht nach einem reinen Herzen in euch selber, ehe ihr durch den Glauben zu Christo kommt.

Sucht nicht nach Früchten, ehe ihr die Wurzel habt, sondern seht im Glauben auf den großen Reiniger, wie unrecht ihr auch euer Herz fühlt. Es ist ein Segen da für die, welche reinen Herzens sind, aber ihr könnt ihn jetzt nicht beanspruchen, und deshalb sei es euer, zu glauben als Sünder, in denen gar nichts Gutes ist.

Obgleich ihr das tiefe Verderben eurer Natur betrauert, so strebt nicht vergeblich, es zu ändern, ehe ihr glaubet, sondern, Sünder, wie ihr seid, verdammt durch den Spruch eures Gewissens, glaubet an den Herrn Jesus Christus, damit ihr völlig erneuert werdet. Ich bitte euch, sucht Reinheit des Herzens durch den Glauben allein, denn ihr täuscht euch, wenn ihr sie auf anderem Wege suchet.

Denkt nicht, daß irgend etwas anderes helfen kann, denn es kann nicht; kein Waschen und Reinigen kann den Mohren weiß machen, nur des Erlösers göttliche Macht kann es tun. Lest eure Bibel so viel ihr könnt, und betet so viel ihr könnt, und hört Predigten so viel ihr könnt, aber nichts von all diesem reicht hin, die gründliche Unreinheit eurer inwendigen Natur zu ändern.

Der Glaube muß das blutende Lamm anschauen und die Kraft des Wassers und Blutes erkennen, das aus der durchbohrten Seite floß und bis dahin muß die Seele in der Unreinheit des Falles bleiben. Alle Anstrengungen unserer ungläubigen Natur bringen uns nur tiefer in den Schlamm und vermehren unsere Unreinheit. Der Glaube ist jener Ysopbüschel, der, wenn er in das Blut Jesu getaucht ist, das Herz von Sünden rein macht, und nichts anderes tut dies.

Blicke denn, du arme Seele, hinweg von dir selber, damit du erneuert werdest. Blicke auf dein schwarzes, verstörtes und widriges Selbst und trauere, aber suche nicht nach Heiligung; das hieße Reichtümer im Bankrott suchen und Tod im Leben, nach der Hölle im Himmel suchen und nach Gott unter den Dämonen; blicke du auf Jesus, den Gott dargestellt hat, um sein Volk von Sünden zu erretten, und indem du auf ihn blickst, wird der Glaube deine Seele reinigen.

(aus "Der Glaube reinigt das Herz" von C. H. Spurgeon)


"Darum ist es aus Glauben, damit es aufgrund von Gnade sei, auf dass die Verheißung dem ganzen Samen sicher sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem aus dem Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist (wie geschrieben steht: »Ich habe dich zum Vater vieler Völker gemacht«), vor Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und dem ruft, was nicht ist, als wäre es da." (Römer 4,16.17)
 
"Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist es, der die Welt überwindet, wenn nicht der, welcher glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist?" (1. Joh. 5,4-5)