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JEHOVA ZIDKENU: der Herr, unsre Gerechtigkeit! Das Losungswort der Reformatoren.

Von M. Friedrich Sander, Pastor zu Wichlingshausen.

Ist aber dieses Wort: „der Herr, unsere Gerechtigkeit“ das Panier gewesen, unter dem die Reformatoren und ganz insbesondere Luther, gestritten, war die Lehre von der Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt, die gewaltige Waffe, womit sie alle Höhe zerstörten, die sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt, so folgt auch unwidersprechlich, daß wir, die wir uns rühmen, der evangelischen Kirche anzugehören, und in die Fußstapfen dieser Reformatoren getreten zu sein, diese Lehre als das höchste Kleinod ansehen und als solches bewahren und verteidigen müssen.

Es folgt dann, daß wir nicht nur als Feinde, sondern auch als Verräter dieser Kirche dastehen, wenn wir diese Lehre, auf die sie gegründet ist, verwerfen. Wollen wir Schüler Luthers und der Reformatoren sein, so muß es auch unsre Losung sein: So halten wir dafür, daß der Mensch nicht durch die Werke, sondern allein durch den Glauben gerecht werde.

Es muß die höchste Aufgabe evangelischer Christen werden, alles für Schaden zu achten gegen der überschwenglichen Erkenntnis Jesu Christi, und alles für Auskehricht zu halten, auf daß sie Christum gewinnen, und in ihm erfunden werden, daß sie nicht haben ihre Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird.

Wir müssen, wie gegen jeden Versuch unsers eignen Herzens, so auch gegen die Versuche Andrer, diese Lehre vom Glauben zu verdunkeln, und entweder heimlich oder öffentlich eine andere Gerechtigkeit, die durch Werke, aufzurichten, aufs ernsteste streiten, als gegen eine Sache, welche die evangelische Kirche von Grund aus zerstören will.

An solchen Versuchen, die eigne Gerechtigkeit, wider die Luther so gewaltig protestiert, wieder aufzurichten, hat es nicht gefehlt und wird es nicht fehlen. Nichts kommt dem alten Menschen härter an, als dieser Gerechtigkeit des Glaubens untertan zu sein; denn wo diese gilt, da hat die Herrschaft des alten Menschen, seine Herrlichkeit, sein Ruhm ein Ende.

Da nun unter den Protestanten von Anfang an Viele waren, die nicht sowohl eine Erlösung von der größter Last, von der Sündenschuld und Straft, sondern nur eine äußere Freiheit von beschwerliches Satzungen des Aberglaubens suchten, und also den alten Menschen auf seinem Throne ließen, so hat man sich nicht zu verwundern, wem es von Anfang auch in der evangelischen Kirche nicht an Versuchen fehlte, diese Lehre in den Hintergrund zu stellen, zu verdunkeln oder ganz zu beseitigen, welche der Selbstsucht so gewaltig entgegentritt.

Aber erst in einer spätern Zeit, seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts, besonders seit 1780 wagten es die Gegner der echt-lutherischen Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben mit ihrem Widerspruche gegen dieselbe öffentlich und ohne alle Scheu aufzutreten.

Daß diese Lehre, die dem stolzen Menschen, der sich so gern selbst vergöttert, alles Rühmen zunichte macht, vielen mißfalle, darüber braucht man nicht zu erstaunen; wohl aber darüber, daß solche Leute meinen, sie gehörten der evangelischen Kirche an, und sich dünken lassen, sie hätten Luthers Geist und Sinn, und ständen mit ihm auf demselben Grunde der Wahrheit, weil sie, wie er, gegen die Menschensatzungen des Papsttums protestieren.

Nein, so wenig die Sadduzäer, die Freigeister unter den Juden zur Zeit Christi, dadurch geschickt wurden, Jünger des Herrn zu werden, weil sie die Menschensatzungen des Pharisäismus und die drückenden Lasten des Aberglaubens von sich warfen, da sie ja recht gut sich mit den Pharisäern vereinigen konnten, wenn es darauf ankam, Christum und seine Apostel zum Tode zu verdammen, – so wenig sind auch die Freigeister des heutigen Tages, die auch, jenen Sadduzäern gleich, an keinen Engel und Geist und Auferstehung glauben, und die Lasten des Papsttums weggeworfen haben, darum schon Jünger des Herrn, und Freunde desjenigen Evangeliums, das Luther wieder aus dem Staube hervorzog.

Da gehört noch etwas mehr dazu, um ein evangelischer Christ heißen zu können; man muß etwas Positives haben, und zwar das Evangelium, das Paulus und Luther predigten. In einem noch größern Irrtum sind diese Leute, wenn sie gar meinen, sie wären die eigentlichen Verteidiger der evangelischen Kirche, die Träger und Säulen derselben, die allein noch ihren Sturz aufhielten.

Sie sind es ja, diese Gegner des Wortes vom Kreuze, welche das Hauptbollwerk der evangelischen Kirche, die Lehre von der Rechtfertigung, nicht nur heimlich zu untergraben, sondern offenbar zu zerstören ohne Unterlaß bemühet sind. Sie lästern ja diese Lehre, und wollen sie unter dem Namen der Wunden- und Bluttheologie lächerlich machen, und feinden aufs bitterste alle die an, die sich zu dieser Lehre bekennen. Sie machen das Wort vom Kreuz noch vielmehr als jene werkheiligen Irrlehrer in Galatien zunichte, wider die Paulus in seinem Briefe an die Galater streitet und über die er das Anathem ausspricht.

Denn wir finden nicht, daß dieselben gradezu geleugnet hätten, Christus sei zur Versöhnung unsrer Sünden gestorben, und daß dieselben gradezu es ausgesprochen hätten, die Gnade sei nichts, und man müsse nur durch seine Werke gerecht werden; Christus und sein Tod am Kreuze könne uns zur Tilgung unsrer Sünde und zur Rechtfertigung nichts nützen. Denn wenn jene Irrlehrer dies so deutlich ausgesprochen hätten, wie es die Rationalisten unsrer Zeit tun, so hätte ja Paulus etwas ganz überflüssiges getan, da er den Galatern zurief:

"Wo ihr euch beschneiden lasset, so ist euch Christus kein nütze. Ich zeuge einem Jeden, der sich beschneiden läßt, daß er noch das ganze Gesetz schuldig ist zu tun. Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen." (Gal.5,2-4)

Diese Stelle zeigt deutlich, daß die Galater überredet waren, neben die Gnade ihr Verdienst zu stellen, und außer der Gerechtigkeit, die der Glaube an Christus gibt, noch eine andere durch die Werke haben zu wollen. Paulus bezeugt, daß beides unvereinbar sei – Gnade und Verdienst, halb durch’s Gesetz, durch sein eigen Werk, und halb durch Christum und den Glauben an ihn gerecht zu werden. Man müsse entweder ganz allein durch’s Gesetz gerecht werden, und dann sei Christus kein nütze, und gar nicht nötig, und seine Gnade etwas ganz überflüssiges – oder man müsse ganz allein durch Christum und seine Gnade gerecht zu werden suchen, und dann sei von Verdienst gar keine Rede.

Diese Beweisführung Pauli an dieser Stelle (man vergleiche hiemit Römer 11,6) hat dann nur einen Sinn, wenn man annimmt, daß die galatischen Irrlehrer neben Christus und sein Verdienst das Verdienst der Menschen hinstellen wollten. Und wenn nun über diese schon Paulus das Anathem ausspricht, (s. Gal.1,8.9) was würde er zu denen sagen, die nichts, gar nichts vom Verdienst Christi, und von einer Gerechtigkeit durch den Glauben und von einer Seligkeit aus Gnaden wissen wollen?

Und was würde Luther zu diesen seinen sogenannten Schülern und Freunden sagen, wenn er dieselben noch unendlich weiter als die werkheiligsten unter den Katholiken von der Lehre der Rechtfertigung durch den Glauben abirren sähe? – Denn diese leugnen doch nicht, daß Christus der Sohn Gottes sei, und daß sein Blut uns rein mache von unseren Sünden, und er sein Leben zu einem Lösegeld für Viele hingegeben habe.

Sie irren nur darin, daß sie dem Einen Mittler und seinem Opfer noch andere Mittler und deren Werke an die Seite setzen, daß sie, wie die irregeleiteten Galater, Gnade und Verdienst vereinigen wollen, und jene nicht als hinreichend anerkennen, um selig zu machen, sondern mit ihren Werken, ihrem Genugtun und dgl. der Gnade noch zu Hilfe kommen wollen.

Aber diese sogenannten Protestanten, die grade gegen das am meisten protestieren, was die Hauptlehre jener ersten Stifter der protestantischen Kirche war, gegen die Lehre, die Luther, mehr denn irgend ein Anderer getrieben, und die ihn eigentlich zum Reformator und zum Vater der protestantischen Kirche gemacht hat, – diese Protestanten gehen in ihrer Opposition gegen Luther und die andern Reformatoren viel weiter als die Katholiken, und haben gar nichts, und wissen nichts von der Gnade Christi, und von der Gerechtigkeit, die er gibt; sie legen nur allein ihre Werke in die Waagschale.

Sie mißhandeln Luthern eigentlich viel ärger als die bittersten Papisten, weil sie ihn zum Vater der Neologie und des Rationalismus machen wollen, und so laut rufen: Ja, wenn Luther zu unsern Zeiten gelebt hätte, und das große Licht unsrer Tage gesehen hätte, so würde er auch sein, wie wir.

Sie geben doch zu, indem sie so sprechen, daß er anders war wie sie. Welche gewaltsame Operationen muß man mit der Geschichte vornehmen, wie muß man sich die Augen ausreißen, wie durch Sophismen das natürliche Gefühl von Recht ersticken, wenn man in Luthers Lehre den Embryo des heutigen Rationalismus finden kann; die Keime einer Lehre, die ihm viel verhaßter sein würde, als alles, was er im Papsttum gesehen und bestritten hat, weil sie von Sünde und Gnade noch vielweniger weiß, als Pelagius selbst, dessen Lehre, wie bekannt, Luthern eben so ein großer Greuel war, als sie es dem Augustin gewesen.

Zwischen dem wahren Luther, den uns die Geschichte zeigt, und zwischen demjenigen, den ein Doktor der Theologie im Sinne hat, welcher den Manen Luthers seine durch und durch pelagianische Dogmatik widmet, ist ein kontradiktatorischer Widerspruch. Wer auf solche Weise Luther und Rationalismus zusammenbringen kann, der vernichtet alle Geschichte. Wenn ein solcher Mann wie Luther, der ein so festes, bestimmtes Gepräge hat, sich so umwandeln muß lassen, was steht dann noch in der Geschichte fest? –

Doch, was wundern wir uns darüber, daß man es mit einem sündigen Menschen so gemacht; ist man doch mit dem Herrn selbst nicht besser umgegangen. Man hat ihn seines priesterlichen und königlichen Schmuckes entkleidet, sein Sitzen zur Rechten Gottes ihm abdisputiert, die Herrlichkeit ihm abgeleugnet, die er beim Vater hatte, ehe der Welt Grund war, und ihn, seinen klarsten Aussprüchen zuwider, zu einem bloßen Menschen gemacht, und zu einem Beschirmer und Herold einer Theologie, wie wir sie wohl bei denen finden, die ihn ans Kreuz brachten, bei Pharisäern und Sadduzäern, aber die wir vergeblich in den Schriften der Apostel und Evangelisten suchen.

Wie nun zu jener Zeit Christus und die Apostel es sich gefallen lassen mußten, als Feinde der jüdischen Kirche und des Staats in den Bann getan zu werden, und wie die Pharisäer und Sadduzäer, die durch ihr Bluturteil und ihre andern Gräuel das Verderben auf ihr Volk herbeiriefen, sich das Ansehen gaben, als wären sie die eifrigsten Verteidiger der Kirche und des Staates, so wollen auch jetzt die Rationalisten, die entschiedensten Gegner des Evangeliums, welches die Reformatoren verkündigten, als Verteidiger der evangelischen Kirche angesehen sein, und geben den evangelischen Christen, die sie mit dem Namen der Mystiker, Pietisten usw. bezeichnen, Schuld, sie überlieferten die Kirche den Jesuiten.

Sie haben unsere Kirche unterminiert; sie haben die Brandfackel in die Heiligtümer Zions hineingeworfen, und nun, nachdem alles in Brand stehet, und viele in der römischen Kirche schon jauchzen und rufen: heach, die ewigen Höhen sind unser, wir wollen die Stadt ohne Mauern überfallen, und es mit der Kirche, die in sich selbst so zerrissen ist, ein Ende machen, – nun wird es den Rationalisten bange, nun klagen sie die Evangelischen an, sie hätten Zion verderbt, und machen es wie Nero, da er Rom angezündet hatte, und, um der Wut des Volkes zu entgehen, die Schuld auf die Christen schob.

Das Volk glaubte das Unwahrscheinlichste gern, und fiel über die verhaßten Christen her, deren Leben sich so gar nicht mit dem ihrigen reimte. – Aber so wie Nero’s Tücke von der unparteiischen Geschichte nicht verschwiegen ist, wie dieselbe als Zeugin gegen ihn, den falschen Zeugen, aufgetreten ist, welcher Zeuge, Ankläger, Richter und Henker in Einer Person war, so hat auch die Geschichte wider diese Anklage der Rationalisten gezeugt.

Man frage und durchforsche die Geschichte der drei letzten Jahrhunderte, so wird man finden, daß nichts anders die Kirche verwüstete, und den Feinden die Tore öffnete, als die Vernachlässigung dieser Einen Lehre von der Rechtfertigung, wie auch Luther gesagt hatte: Haben wir diesen Artikel nicht, so mag nicht Einem Irrtum widerstanden werden.

Die Scholastik, gegen die Luther mit dem Worte vom Kreuz so ernstlich gestritten, erhob wieder ihr Haupt, als man dies Wort, was allein alle menschliche Weisheit, den Dünkel der Philosophie und den Stolz der Spekulationen zu Schanden macht, anfing in den Hintergrund zu stellen. Die neugegründete Kirche verlor ihr frisches Leben, ihre Kraft in den scholastischen und in dogmatischen Streitigkeiten, welche nimmer so hätten überhand nehmen können, wenn man mit Paulo nichts anders hätte wissen wollen, als Christum den Gekreuzigten.

Wie hätte man einen Johann Arndt so verkennen und verketzern gekonnt, als geschehen ist, wenn die Lehre von der Rechtfertigung, die Arndt so nachdrücklich als das größte Kleinod anpreiset, (siehe besonders in seinem wahren Christentum das 3. Kapitel des 2. Buches: daß unsere Gerechtigkeit vor Gott allein stehe in dem vollkommenen Gehorsam und Verdienst Jesu Christi, und in der Vergebung der Sünden, welche der Glaube ergreift,) – wenn diese Lehre seinen Anklägern und Gegnern mehr bekannt gewesen wäre. –

Auch Sektiererei, Separatismus, Schwärmerei fingen wieder an ihr Haupt zu erheben, da das Wort vom Kreuz in der evangelischen Kirche nicht mehr so kräftig, wie zu Luthers Zeiten verkündigt wurde. Unter denen, die auf diese Abwege einer selbsterwählten Geistlichkeit gerieten, gab es manche edle Seelen, die nur der Überdruß und Ekel an der trockenen Scholastik, die sich zur Herrscherin aufwarf, aus der Kirche trieb. Mit einem Luther und Männern seines Sinnes würden sie sich wohl verstanden haben; in dem herrlichen Evangelio, das er verkündigte, hätte ihr Geist wahrscheinlich volle Genüge gefunden.

Diejenigen aber, die nur geistlicher Hochmut zu Theosophen und Sektierern machte, konnten nur dadurch überwunden werden, wenn man ihnen, wie Luther den Wiedertäufern, nachdrücklich das Zeugnis von der Erlösung durch’s Blut Christi und von der Rechtfertigung durch den Glauben vorgehalten hätte; wenn man ihnen, wie Paulus den Kolossern, gezeigt hätte, wie wir in Christo vollkommen sind, in ihm alles haben, in ihm beschnitten sind, mit der Beschneidung ohne Hände in dem, daß wir mit ihm begraben sind durch die Taufe, – in ihm auch auferstanden sind durch den Glauben, den Gott wirket, der uns mit ihm lebendig gemacht hat. (Kol.2,9-13.)

Da nun die evangelische Kirche, weil sie das Wort vom Kreuz nicht eifrig genug predigte, nicht stark genug war, dem Verderben, das in ihrem Innern sich regte, zu steuern, so wurde sie auch in ihrem Kampf nach Außen nicht wenig aufgehalten, und gestattete der katholischen Kirche nicht allein in dem Gebiete, das sie ohngefähr zehn Jahre nach Luthers Tode inne hatte, sich zu behaupten und zu befestigen, sondern ließ sich auch manche herrliche Provinz, wo der Protestantismus schon herrschend geworden war, wieder, rauben, namentlich Brabant, Flandern, Böhmen, einen großen Teil von Ungarn, Polen, Österreich, Kärnthen, Crain. –

Auch da, wo es der katholischen Kirche nicht gelang, wieder die herrschende zu werden, und den Lebenskeim der Reformation zu ersticken, wie sie es in Belgien, Böhmen, Polen, Italien, Spanien, getan, wußte sie auf vielfache Weise die evangelische Kirche in ihrer Entwicklung aufzuhalten. Als die entschiedensten Gegner der evangelischen Kirche in allen diesen Kämpfen, die sie zu bestehen hatte, zeigten sich überall die Jesuiten, die bekanntlich die eifrigsten Verfechter der Werkheiligkeit und die bittersten Gegner der Lehre waren, daß wir nur aus Gnaden selig werden.

Sie gingen hierin so weit, daß sie darüber mit andern katholischen Orden, besonders mit den Dominikanern, und mit den Anhängern des Jansenius, welche mit Augustin der Gnade alle Ehre gaben, in die heftigsten Streitigkeiten gerieten. Die tiefsten Wunden sind dem Orden der Jesuiten dadurch geschlagen, daß Pascal, ein Katholik, ihrem Pelagianismus und ihrer Werkheiligkeit die Larve der Rechtgläubigkeit wegriß, und in ihrer Erbärmlichkeit den Augen aller Welt darstellte.

Wären die evangelischen Theologen, die am Ende des sechzehnten Jahrhunderts und das ganze siebzehnte hindurch, besonders in Deutschland, so viel mit den Jesuiten zu kämpfen hatten, mehr auf das Herz des Jesuitismus, auf Pelagianismus und Werkheiligkeit eingedrungen, wie Pascal, so würden sie auch ähnliche Siege, wie derselbe errungen haben.

Man hielt sich in den Religionsgesprächen, in den Schriften, in denen man das Papsttum bekämpfte, auf den Kathedern und selbst auf den Kanzeln viel zu viel mit unwesentlichem Lehrpunkten auf, hob viel zu wenig die Hauptlehre der evangelischen Kirche hervor, und ließ sich gar oft von den schlauen Jesuiten zu einem dialektischen und scholastischen Gezänke verleiten, womit nichts ausgerichtet ist, und wodurch das Wort vom Kreuz zunichte gemacht wird.

O wie sind die im Irrtum, die da meinen, man könne den Jesuitismus bekämpfen und doch zugleich dem Pelagianismus huldigen! Die Kirchengeschichte tritt als Zeugin gegen sie auf, und verkündet laut, daß, wie dem Scholastizismus und der Schwärmerei, so auch dem Papismus und dem Jesuitismus nur da ein Eingang in die evangelische Kirche sich auftat, wo das Wort vom Kreuz, die Predigt von der Gerechtigkeit durch den Glauben nicht so ernstlich und anhaltend, wie von Luther und den andern Reformatoren gepredigt wurde.

Nur da konnten die oben erwähnten Gegner der evangelischen Kirche, wozu seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts die Naturalisten, Deisten und Rationalisten kamen, ihren verderblichen Einfluß gewinnen, wo Christus der Gekreuzigte nicht das Hauptthema der Predigten war, wo das Wort von der Gerechtigkeit des Glaubens aufhörte, das Fundament zu sein, das alles trägt. –

So sehr die Gegner der evangelischen Kirche, Papisten, Schwärmer und Naturalisten auch sonst unter sich uneinig sind, einer wider den andern, so sind doch alle in dem Einen Punkte Eines Sinnes, die Lehre von der Rechtfertigung durch den Glauben zu verwerfen, und wohl auch zu verlästern.

Was kann also allein die evangelische Kirche gegen diese Widersacher schützen, was im Leben sie erhalten? Nichts anders, als die Predigt vom Glauben, welche ihr das Dasein und Leben gegeben hat. In den Stürmen des 30jährigen Krieges, und in den Kämpfen mit der katholischen Kirche, die demselben vorhergingen und nachfolgten, im Streite mit Separatisten und Theosophen so wie mit toten Orthodoxen und Scholastikern, in der Zeit des großen Abfalls, der gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts begann, war nichts anders Schild und Schirm der evangelischen Kirche, als das Wort von der Gnade, die Predigt, welche man jetzt als Mystizismus verschreiet, und der man Schuld geben will, sie führe zum Katholizismus oder zur Schwärmerei.

Die Männer, durch deren Dienst und Werk der Herr in allen diesem Stürmen und Kämpfen die evangelische Kirche segnete, schirmte, erbaute, als Arndt, Spener, Franke, Scriver, Heinrich Müller, Valerius Herberger, Bogatzky, Steinmetz, Zinzendorf, Spangenberg, Bengel, Roos, Wesley, Whitefield usw. haben nichts anders gepredigt, als diesen sogenannten Mystizismus, und haben nichts anders wissen wollen, als Christum den Gekreuzigten.

Die Freunde des Wortes vom Kreuze, das wie zu Pauli und zu Luthers Zeiten, so auch jetzt dem natürlichen Menschen Torheit und Ärgernis ist, können sich getrost auf das Zeugnis der Geschichte berufen, um die falsche Anklage der Rationalisten, die Predigt von Christo dem Gekreuzigten raube der evangelischen Kirche ihre Freiheit und Kraft, in ihrer ganzen Nichtigkeit darzustellen. Dieser Blick in die vergangenen Zeiten gibt uns auch Mut und Freudigkeit für die Zukunft.

Das Wort der Gnade, das bisher, laut der Geschichte, als eine Kraft Gottes sich bewiesen, die evangelische Kirche zu gründen, zu bauen, zu bewahren, zu schirmen, das wird auch ferner in allen Anfechtungen unser Schild, unsre Wehr und Waffe und unsre feste Burg bleiben. Fahren wir nur getrost fort das Wort zu verkündigen, welches das Hauptthema des Zeugnisses war, das Luther abgelegt, so haben wir nichts zu fürchten, und werden alle diese obengenannten Gegner überwinden.

Dann brauchen wir uns nicht vor dem Papsttum zu fürchten, und brauchen nicht in das Klaggeschrei derer einzustimmen, welche das Hauptbollwerk der evangelischen Kirche, das Wort vom Kreuz, mit allem Fleiß zu zertrümmern bemüht waren und es noch sind, und nun mit Schrecken gewahr werden, wie hie und da der Feind durch die Breschen hereinziehet.

Daß sie den Gegnern Bahn gemacht, wollen sie nicht scheu und eingestehen. Von allen Seiten schreien sie, und erheben einen großen Lärm. Sie haben auch Ursache zu zittern; denn sie haben kein Wort Gottes, sie haben den Christus nicht, dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden, und der verheißen hat, daß die Pforten der Hölle seine Gemeinde nicht überwältigen können. Wer aber ihn kennt und das Werk seiner Gnade, der braucht vor keinem Widersacher zu erzittern.

Das Wort, das vor 300 Jahren so große Dinge getan, und einem armen Mönch, der ganz allein da stand, die Macht gab, ein Drittel der ganzen Christenheit aus der babylonischen Gefangenschaft zu führen, in welcher damals Rom die christliche Welt gefangen hielt, das kann auch jetzt noch große Dinge tun. Dies Wort ist nicht allein stark genug, unsre Kirche in ihrem jetzigen Umfang zu schützen und zu erhalten; es würde auch, wenn man es auf allen Kanzeln und Kathedern der evangelischen Kirche hörte, große Eroberungen in den zwei andern Dritteln machen, die noch unter der Herrschaft Roms sich befinden.

Lasset uns nur, statt bloß über abergläubische Zeremonien zu spotten, den Mühseligen und Beladenen in der katholischen Kirche, welche Ruhe für ihre Seelen suchen, das Wort der Gnade bringen, wie ein Martin Boos u. A. in Deutschland, ein Colany Né in Frankreich taten, so werden wir auch ähnliche Erfolge schon.

Wir müssen die Reformation nicht als abgeschlossen ansehen, und uns nicht darauf beschränken, das Gebiet, das wir jetzt inne haben, zu verteidigen. Man lasse einen Jeden bei seinem Glauben, so spricht der Indifferentismus, das Kind des Unglaubens.

Denn derselbe weiß ja nichts von dem Einen Namen, durch den nur wir selig werden können; nichts von der Einen objektiven Wahrheit, deren Licht die Todesschatten der Sünde und der Lüge vertreibt, sondern nur von subjektiven Ansichten, von Meinungen, die am Ende alle gleichviel und gleichwenig zur Seligkeit beitragen. Daher wird nie der Rationalismus sich ernstlich bemühen, das Gebiet der evangelischen Kirche zu erweitern.

Anders muß es bei demjenigen sein, der im Geiste den eingebornen Sohn voller Gnade und voller Wahrheit gesehen, die Allgenugsamkeit seines Mittlertums und seiner Gnade, die Herrlichkeit seines Opfers erkannt hat; der kann es ja nicht lassen überall und vor Allen zu reden und zu zeugen, von dem, was er gesehen hat.

Wenn das Wort vom Kreuz in unsrer Kirche wieder mächtiger ertönt, wenn zu der kleinen Anzahl, die jetzt Christum den Gekreuzigten predigen, noch ganze Scharen von Evangelisten hinzukommen, welche Christum als den großen Hohenpriester zur Rechten Gottes verkündigen, und die Kraft seines Blutes, und die Herrlichkeit seines Opfers rühmen, so kann es nicht fehlen, diese Stimmen werden in die katholische Kirche hinüberschallen, und die Stunde wird kommen, wo alle redlichen Seelen in derselben, die bisher auf vielen und beschwerlichen Umwegen zu dem Mittler und seinem Opfer hingeführt wurden, mit den Evangelischen auf grader Straße nach Zion wandeln, und in dem Einen Opfer des Einen Mittlers ihre Ruhe suchen und finden werden.

Die andern aber, die nur das Ihre suchen, und durchaus Christum nicht den Einigen Herrn und Meister wollen sein lassen, werden dann hinweggetan. Solche Siege kann die evangelische Kirche freilich erst dann feiern, wenn sie in sich selbst mehr gekräftigt, gegründet ist, und wenn zuvor ein ernstes Gericht über alle antievangelische Geistesrichtungen in ihrer Mitte gehalten ist. Die Predigt von der Gerechtigkeit durch den Glauben wird uns hier die besten Dienste tun.

Mit diesem Worte können wir die Stühle der Philosophen umstoßen. O wenn dieses Wort, Kolosser 2,9-15. – „ihr seid vollkommen in ihm – begraben mit ihm durch die Taufe, auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, mit ihm lebendig gemacht“ – „er hat uns geschenkt alle Sünden, und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, – hat ausgezogen die Fürstentümer usw.“ einmal in den Herzen derer anfangen wird zu leben, welche jetzt noch so viel Abgötterei mit der Philosophie treiben, und statt in Christo, in sich selbst alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis suchen, dann werden sie sich nicht mehr durch die Philosophie berauben lassen, und dieselbe wird ihnen in ihrer wahren Gestalt erscheinen, als schwache, dürftige Satzung der Welt, (Kol.2,8) die, wenn es hoch kommt, doch nur ein Zuchtmeister auf Christum ist.

Von dem kündlich großen Geheimnisse, „Gott ist offenbart im Fleisch“ von dem herrlichen Evangelio, daß „Gott den zur Sünde gemacht hat, der von keiner Sünde wußte, auf daß wir in ihm die Gerechtigkeit Gottes würden,“ hat doch keine Philosophie etwas gewußt, ja nur etwas geahndet.

Was wollen wir dann noch lange darüber streiten, wem der Vorzug gebühre, der Philosophie oder dem Evangelio, und warum wollen wir noch anstehn, in das Urteil Luthers einzustimmen: „Ich kann durchaus nicht einsehen, daß die Dialektik (Philosophie) einem wahren Theologen nicht schädlich sein sollte. Ich will zugeben, daß sie für die Jugend ein nützlich Spiel oder eine Übung sei; aber bei der heil. Schrift, wo der lautere Glaube und die Erleuchtung von Oben erforderlich sind, da muß man alle Syllogismen draußen lassen, so wie Abraham, da er (den Isaak) opfern wollte, die Knaben mit den Eseln zurück ließ.“

(ln sacris literis, ubi mera fides et superma expectatur illustratio, foris relinquendus universus syllogismus, non aliter, quam Abraham sacrificaturus reliquit pucros cum asiuis. Und weiter unten: nobis utilitatis accessisse ex tam anixiis studiis philosophiae et dialecticae, et certe uno consensu admirati, imo lamentati nostri ingenii sortem, nihil utilitatis, totum autem noentiae pelagus invenimus. Brief an Spalatin. 29. Juni 1518.)

Was hier vom Verhältnis der Philosophie zum Evangelium gesagt ist, gilt nicht bloß der flachen und seichten Popular-Philosophie, welche den Systemen des Rationalismus zum Grunde liegt, sondern auch von der sogenannten Naturphilosophie, die eben sowohl ihrer Tiefen, als der Übereinstimmung mit dem Evangelio sich rühmet. Tiefen mag es in dieser Philosophie geben; man bedenke aber wohl, daß es auch Tiefen des Satans gibt. Besonders möchten dazu solche Lehren gerechnet werden, die den Unterschied zwischen Böse und Gut aufheben, indem sie das Böse als etwas Notwendiges darstellen, als etwas, das bei der Offenbarung, des unendlichen im Endlichen unvermeidlich sei.

Eine Philosophie, die eigentlich nichts von Sünde, Sündenschuld und Sündenherrschaft, und von der Zurechnung der Sünde, von Strafe der Sünde, vom Zorne Gottes weiß, kann auch nichts von Erlösung und Gnade, nichts von dem großen Geheimnisse der Gottseligkeit, von der Rechtfertigung aus Gnaden wissen. –

Eine große Verwandtschaft mit dieser Naturphilosophie hat die Theosophie. Jacob Böhme, das Orakel der Theosophen, ist von neuern Naturphilosophen vielfach benutzt. Dem Apostel Johannes, der einen Gott predigt, der ein Licht ist, und in dem keine Finsternis ist, stellt sich J. Böhme mit seiner Behauptung entgegen, daß in Gott Finsternis, ein Zornfeuer sei, und daß das Böse, z. B. das Zornfeuer in einem Kain, nur die Offenbarung der Einen Seite in der Gottheit sei. Zum Glück für J. Böhme und seine Anhänger ist ihm der lebendige Gott zu stark, und durchbricht gar oft das menschliche System.

Der historische Christus, sein Leiden und Sterben, sein Auferstehen, seine Himmelfahrt gilt dem J. Böhme unendlich mehr als den Naturphilosophen der neuern Zeit; fast überall treten einem in seinen Schriften Zeugnisse entgegen, die es kund tun, daß er von einem zerbrochenen Herzen, von der Kraft des Blutes Christi, vom Umgang mit Gott im Gebet, vom Kampf wider Sünde, Welt und Teufel vieles erfahren habe.

Aber unter diesen Zeugnissen sucht man vergeblich ein Bekenntnis von der Gerechtigkeit durch den Glauben, wohl aber finden sich bei ihm (wie fast bei allen Theosophen,) heftige Ausfälle gegen die Lehre von der Zurechnung der Gerechtigkeit Christi. Und eben weil dieses Geheimnis ihm verhüllt war, konnte er von den Satzungen der Welt und von der Macht der menschlichen Spekulationen so festgehalten werden.

Nur wer dieses Wort vom Kreuz als göttliche Weisheit und göttliche Kraft erkannt hat, steht über allen diesen Satzungen, Spekulationen und Theorien. Lasset uns dieses Wort den zahlreichen und weit verbreiteten Anhängern Böhme’s und Gichtel’s bringen, und die Redlichen unter ihnen werden erkennen, daß sie nicht nötig haben, aus der Gemeinschaft der evangelischen Christen in ihre Kammern und Wüsten zu gehen, um Christum zu finden.

Viele unter ihnen werden erkennen, daß in dem Geheimnis Christi, der dahingegeben ist um unsrer Sünden willen, und auferweckt um unsrer Gerechtigkeit willen, alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen liegen; daß wir in ihm vollkommen sind, und keine Vollkommenheit außer ihm zu suchen haben, und daß wir nicht in unserm Ringen, Kämpfen, Beten, in unsern Büßungen und Kasteiungen die wahre Kraft zu suchen haben, um Hölle, Tod und Satan zu überwinden, sondern allein in dem, mit dem wir begraben sind durch die Taufe, und mit dem wir auferwecket sind durch den Glauben, den Gott wirkt.

Auch den mehrsten andern Sekten und Parteien innerhalb der evangelischen Kirche, die hier an den Socianismus und Arminianismus anstreifen, und viel Heil von den Begriffsbestimmungen eines räsonnirenden Verstandes erwarten, dort der Theosophie sich nähern, ohne grade J. Böhme und Gichtel zu Führern zu erwählen, – diesen Sekten allen können wir nichts kräftigeres entgegensetzen, als die Predigt von der Gerechtigkeit des Glaubens.

Sie können gar nicht entstehen, wenn nicht diese Predigt versäumt wird; wenn die einen nicht aufhören, sie zu verkündigen, oder die andern nicht müde werden, sie zu hören. Dieselben Abwege und Verwirrungen, die wir in der christlichen Kirche, sowohl in der evangelischen als katholischen, von dem Einen lebendigen Wege, den uns Christus durch den Vorhang seines Fleisches bereitet, (Hebr. 10,20) finden, die treten uns auch in der Heidenwelt, im Judentum, im Islam entgegen; nur ist hier der Irrtum offenbarer, fast ohne alle Hülle, ohne Decke, aber darum auch desto eher zu widerlegen.

Da finden wir pharisäische Werkheiligkeit, das Gepränge des Zeremomendienstes, mächtige Hierarchen, die sich zu Mittlern zwischen Gott und den Menschen aufgeworfen, bei Heiden, (bei den Hindus und ihren Braminen, bei den Anhängern des Buddha und Dalai Lama) bei den Muhamedanern, bei den Juden (besonders bei den bigotten Talmudisten). Den Rationalismus in seinen verschiedenen Schattierungen kann man bei den Anhängern des Confutse in China, des Ram-Mou und bei den Seik’s in Indien, bei den muhamedanischen Wehabiten in Arabien, und bei den deistischen Juden der neuern Zeit, den Schülern Mosis Mendelsohn’s sehen. Die Naturphilosophie findet ihre zahlreichen Anhänger unter den Braminen und Buddhisten in Vorder- und Hinterindien, unter den muhamedanischen Sufi’s in Persien; die Theosophie die ihrigen unter den jüdischen Kabbalisten.

Wir brauchen nichts als das Wort vom Kreuz, um alle diese Höhen der Erkenntnis, die sich wider Christum erheben, zu zerstören. Dieselben Waffen, die uns Sieg geben im Kampfe gegen die innern, weit gefährlichern Feinde, die werden auch alle Bollwerke der heidnischen, jüdischen und muhamedanischen Welt niederreißen.

Dem Worte vom Kreuze, das göttliche Weisheit und göttliche Kraft ist, kann in die Länge kein Feind widerstehen, und zuletzt wird sich alles beugen vor dem Herrn, des Namen ist: Jehova Zidkenu, und alle Völker auf Erden werden schwören: Im Herrn habe ich Gerechtigkeit und Stärke. (Jesaias 45,25.24)

(Quelle: licht-und-recht.de)


"Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken; der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen; und das ist der Name, den man ihm geben wird: »Der HERR ist unsere Gerechtigkeit«.

Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: »So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israels aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat!«, sondern: »So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt und wiedergebracht hat, und aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe!« Und sie sollen wohnen in ihrem Land." (Jer. 23,5-8)