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"Und als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben" (Lukas 9,36)

Liebe Eltern!

Wenn man heute durch die Straßen unserer Städte und Dörfer geht, dann jammert es einen. Man sieht immer häufiger Jugendliche mit leerem Blick, verstümmelten Haaren, perversem Schmuck, zerlumpter Kleidung. Wenn man sie nach ihren Hobbies fragt, dann bekommt man zu hören: Disco, Parties, Tanzen und Fun (Spaß). Immer mehr Jugendliche befinden sich im Bann von Alkohol, Nikotin und anderen Drogen, von Rock-, Techno- und Hip-Hop-"Musik", von Frustration, Aggression, Okkultismus und sexueller Unzucht. Es sind "Menschen mit zerrütteten Sinnen, untüchtig zum Glauben" (2. Tim. 3,8).

Waren sie schon immer so? Nein, sondern sie wurden so "gemacht" - durch Einflüsse in ihrer Umgebung, vor allem aber durch schlechte Vorbilder in gewissen "Jugendzeitschriften", in der Musikszene und in den Massenmedien, wo es ja heute keine Tabus mehr gibt, sondern nach dem Motto gehandelt wird: "Alles ist erlaubt."  Hier wächst in weiten Teilen unserer Gesellschaft eine Generation heran, die mit Gott und seinem Wort nichts oder kaum noch etwas anzufangen weiß, die vom rettenden Glauben massiv abgehalten oder wieder weggebracht wird.

Solche Menschen sind verführt und in die Fänge Satans geraten. Für ihre Verführer - egal, ob es gewisse Rockstars und DJs, Autoren okkulter Bücher und pornographischer Jugendzeitschriften oder "Macher" von entsprechenden Fernseh- und Radiosendungen sind - gilt das Wort Jesu Christi: "Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Abfall (vom Glauben) verführt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist. Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Abfall verführt!" (Mt 18,7). Für die Verführten aber gilt: "Und als Jesus das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben" (Lukas 9,36)

Jesus verachtet nicht die Menschen, ob jung oder alt, die noch fern von ihm sind. Er weint um sie. Sie tun ihm leid. Er verströmt seine Liebe und lädt sie auf diese Weise ein, von ihrem falschen Weg umzukehren. Er möchte auch ihr Erlöser und Herr sein. Das Heil und das ewige Leben stehen auch für sie bereit. Jesus Christus spricht: "Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten" (Lk 5,31 f.).

Weinen auch wir über die Verlorenen, die noch fern von Jesus sind? Gehen wir auf sie zu? Sagen wir ihnen, daß es ein erfülltes Leben gibt? Ein Leben fern von Drogen und allen Formen der Unreinheit und Sucht, ein Leben in "Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit" (Gal 5,22 f.). Leben wir es ihnen vor?

 

So lasst uns fantasievoll sein um der Verlorenen willen - aus Liebe. Wir haben ihnen die bessere Alternative zu bieten:

- ein Leben der Erfüllung in Jesus Christus - anstatt in Frustration, Aggression und Sucht;

- gute, schöpfungsgemäße Musik, die den Herrn mit geistlichen Liedern lobt - anstatt zerstörerische, aufpeitschende und den Verstand manipulierende Rhythmen der Perversion und Unreinheit;

- wirkliche, tiefgehende Liebe in der Ehe, die sich dem anderen ganz und ausschließlich schenkt - anstelle von sexueller Unmoral und Perversion, die Geist, Seele und Leib zerstört (z.B. durch Geschlechtskrankheiten und Aids);

- den wirklichen Lebenssinn, indem man weiß, wo man herkommt, wo man hingeht und wem man dient (nämlich Gott) - anstelle eines sinn- und ziellosen Daseins und Dahinvegetierens von Tag zu Tag;

- ein Leben in Gemeinschaft mit Gott und Glaubensgeschwistern in gegenseitiger Liebe und Hilfe - anstelle eines isolierten oder bandenähnlichen Daseins am Rande der Aggressivität und Kriminalität.

Jesus weint, denn sie sind wie Schafe die keinen Hirten haben. Und wir alle waren einmal so. Aber der Herr hat uns, die wir als Christen noch inmitten der Welt leben, herausgeliebt aus der Welt, damit wir ihm und einander in Liebe dienen. Laßt uns auch diejenigen zum Herrn und Heiland Jesus Christus "hinlieben", die noch fern von ihm sind. Jesus ist Sieger.

(von Dr. Lothar Gassmann)