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Kurze Beschreibung des Inhaltes:

"Der Autor des Buches Don Piper wurde bei einem schweren Autounfall so schwer verletzt, dass er für 90 Minuten klinisch tot war. In diesen Minuten durfte er die Herrlichkeit des Himmel erleben. Als er wieder ins Leben zurückkehrte, war alles anders. Diese Erlebnisse und die harte Zeit der Rekonvaleszenz hat Don Piper in seinem Buch niedergeschrieben."

Gedanken zum Thema Nahtod-Erlebnisse und Berichte von Jenseits-Erfahrungen ...

Bücher über Nahtod-Erlebnisse werden auch unter evangelikalen Christen immer weiter verbreitet. Die Bücher der Nahtod-Forscherin Kübler-Ross fanden seit den 1970er Jahren auch in christlichen Kreisen starkes Interesse, obwohl sie eine esoterische Allversöhnungslehre vermittelten, die dem Evangelium konträr entgegenstand. Nun wirbt die "Christliche Verlagsgesellschaft" Dillenburg in ihrem Prospekt "CB Auswahl" auch unter konservativen Gläubigen für Nahtod-Literatur und empfiehlt den Bestseller "90 Minuten im Himmel" von Don Piper aus dem Verlag Gerth Medien. Eine Leserin des Frauenmagazins "Lydia" schreibt über das Buch, durch die Lektüre "verliert man die ganze Angst, was danach kommt." Eine solche Aussage stimmt nachdenklich, denn entweder hat ein Christ Frieden mit Gott und durch diesen Glauben keine Angst vor dem "Danach", oder wenn er andererseits doch Furcht vor dem Gericht Gottes hat, muss er zuerst durch das Evangelium Frieden finden und sollte nicht durch fragwürdige Erfahrungsberichte beruhigt werden. Eine grundsätzliche Furcht, nach dem Tod mit Gott konfrontiert zu werden, ist dem Neuen Testament zufolge durchaus erforderlich (Mt 10,28; Phil 2,12; Hebr 12,28-29 etc.).

Obwohl in der Bibel viele Tote auferweckt werden, wird nirgends von ihren Jenseits-Erfahrungen berichtet (mögliche Ausnahme ist Paulus sehr zurückhaltende Andeutung in 2Kor 12,4). Ganz im Gegenteil: Als der verstorbene Reiche Mann darum bittet, jemand aus dem Jenseits möge seine Brüder warnen, bekommt er die Antwort: "Sie haben Mose und die Propheten. Mögen sie die hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Buße tun. Er sprach aber zu ihm: Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht" (Lk 16,29-31). Sollte Gott seine Meinung geändert haben und nun Leute aus dem Jenseits Bücher schreiben lassen? Nahtod-Bücher bedienen nicht nur die fleischliche Neugier der Leser, sondern sind Weichspüler, die die Bibel und das Evangelium verwässern, und darüber hinaus oft der erste Einstieg in esoterische und okkulte Erfahrungen.

Dave Hunt schreibt in seinem Buch "Die okkulte Invasion":

"Es bleibt sich gleich, ob die mystische Erfahrung aus Drogen, Yoga, Channeling, medialer Tätigkeit, Hypnose oder aus Nahtod-Erlebnissen mit einem weißen Licht hervorgeht. Die Ergebnisse sind fast immer dieselben - Blindheit für das Evangelium Jesu Christi. Zu den offensichtlichsten Fehlinformationen, die Satan durch so genannte klinisch Tote verbreitet, gehört die Auffassung, dass die aus dem Nahtod-Stadium Zurückgekehrten uns sagen könnten, was es bedeutet zu sterben."

(Quelle: Betanien Newsletter Nr. 58)

Anmerkung Glaube-Aktiv:

Don Piper schreibt in seinem Buch das er "... die Herrlichkeit des Himmel erleben durfte", da müßte man doch davon ausgehen, das er ein Buch zur Ehre Gottes, voller Lobgesänge und Danksagungen schreibt. Leider geht es wie ach so oft nicht um die Ehre Gottes, sondern um den Menschen und seine irdischen Probleme und wie er diese am besten loswerden kann. Zitat: "Don Piper möchte auch Sie ermutigen, Ihre Blickrichtung zu ändern. Schauen Sie nicht mehr auf das, was hinter Ihnen liegt, sondern vielmehr auf das, was vor Ihnen liegt. Machen Sie das Beste aus dem Hier und Jetzt." Das Buch wird als "... ein tröstendes Geschenk für jene, die einen lieben Menschen verloren haben oder selbst an der Schwelle zur Ewigkeit stehen." empfohlen.

Um Fragen über den Himmel, die Hölle oder die Ewigkeit zu klären oder um Trost im Trauerfall zu finden, reicht ein Blick in die Bibel. In diesem "Bestseller" stehen alle Antworten zu den genannten Fragen und natürlich auch jede Menge tröstende und aufmunternde Worte. Das ein Buch wie das von Don Piper ein "Bestseller" wurde zeigt nur einmal mehr, das Menschen nach wie vor Angst vor dem Tod haben und vor dem was danach vielleicht kommen könnte. Da liest man alles mögliche, nur um eine vielleicht mehr oder minder befriedigende Antwort zu erhalten. Die Angst und Ungewissheit wird dank solcher Bücher aber nur vermeintlich gemindert, denn nichts schmeichelt der verängstigten und geschundenen Seele mehr als ein Buch das eine schöne, heile und freundliche Zukunft nach dem Tod vermittelt ohne zu erwähnen wie schrecklich und elend es sein wird nicht im Himmel, sondern für ewig in der Hölle zu sein und das ohne die Möglichkeit diesen Zustand jemals zu ändern. Ebenfalls finde ich es traurig, das „gläubige“ Menschen (Christen) ein solches Buch zu rate ziehen, es für gut und lesenswert befinden. Haben wir nicht mit der Bibel ein allumfassendes Werk in der Hand, dass uns Antworten auf alle wichtigen Fragen gibt (auch auf die, was nach dem Tod passieren wird).

Spielt es denn für mich eine wirklich so wichtige Rolle, wie es nach dem Tod sein wird? Die Bibel gibt hierzu ganz klare Antworten. Viel wichtiger ist doch die Fragen: "Wo führt dein Weg hin?". Wenn du das nicht weist, solltest du dir lieber darüber Gedanken machen, als über die Frage, ob Berichte von Nahtod-Erlebnissen nun wirklich stimmen oder nicht.


Buchempfehlung: "Wie wird es in der Hölle sein?" von Hans-Werner Deppe (ein Bild, welches durch das, was uns die Bibel darüber sagt, deutlich genug für jeden sein sollte).